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Blumige Aussichten

Neuer Rosenbogen an der Werburg für malerische Fotokulisse

25 Jahre war er alt und seine morschen Balken ächzten windschief unter der Last seiner Berankung. Jetzt ist der Rosenbogen neben dem Werburger Torhaus abgerissen und gegen einen neuen Bogen aus langlebigem Lärchenholz ausgetauscht worden.

In einem Gemeinschaftsprojekt hatten sich der Heimatverein Spenge, der im Jahr 2000 schon für die Aufstellung des ersten Rosenbogens verantwortlich zeichnete, und die Stadt Spenge das Projekt realisiert. Für festen Stand sorgte der städtische Bauhof mit tragfähigen Fundamenten, die hölzerne Pergola wurde von der Tischlerei Linde gebaut und aufgestellt. Finanziert wurde das Gerüst von der Stadt und dem Heimatverein.

„Die Rosen stammen noch von den ehemaligen Bewohnern des Torhauses", blickt Regine Fißenebert zurück und vermutet: „Die sind vielleicht schon an die 70 Jahre alt." Ergänzt wurden die Rosenstöcke erstmals im Jahr 2000 durch Herbstanemonen und Hortensien – Blumen aus dem Garten der Fißeneberts.

Regine Fißenebert erinnert sich noch gut daran, wie es zu diesem Engagement kam: „1998 hat unser Sohn hier geheiratet. Damals stand schon ein einfaches Rosengitter hier und die Rosen waren alle umgekippt. Da entstand die Idee, mehr daraus zu machen."

Zwei Jahre später stand das Vorgängermodell der neuen Pergola und die bestehende Bepflanzung wurde durch den Heimatverein ergänzt und gepflegt.

Seitdem ist der Rosenbogen in den Sommermonaten schon von weitem ein blühender Hingucker und eine gern gewählte Fotokulisse für Brautpaare, die sich im Torhaus trauen lassen.

Für den Aufbau des neuen Holzgerüstes wurde die Bepflanzung radikal zurückgestutzt. „Das war notwendig, um die Fundamente setzen zu können", erklärt Ricarda Kurschel, Vorsitzende des Heimatvereins, und stellt erfreut fest: „Geschadet hat es ihnen keineswegs. Die meisten sind schon wieder richtig gut ausgeschlagen – trotz Hitze und Trockenheit."

Die Bezuschussung des neuen Rosengangs finanzierte der Heimatverein aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen. „Wir haben uns vorgenommen, jedes Jahr eine Aktion durchzuführen und Spenge stückweise noch etwas schöner zu machen", stellt Kurschel in Aussicht.

Daniela Dembert