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Buchtipp

Lisa Ridzén „Wenn die Kraniche nach Süden ziehen“

Bosse ist 89 Jahre alt und lebt allein mit seinem Hund in dem Haus, das er von seinen Eltern geerbt hat. Seine demente Frau lebt im Heim und erkennt ihn nicht mehr.

Im Alltag erhält Bosse Unterstützung durch einen Pflegedienst, und auch sein Sohn Hans kümmert sich um ihn. Doch als Hans fordert, dass Bosse sich von seinem Hund trennen soll, weil er ihn nicht mehr angemessen versorgen könne, gerät das fragile Gleichgewicht seines Lebens ins Wanken.

Der Debütroman der schwedischen Autorin ist eine leise, zugleich eindrucksvolle Geschichte über Abschied, Erinnerung und Würde im Alter.

Mit feinem Gespür für Zwischentöne erzählt Lisa Ridzén von Verlust und Verbundenheit. Die Figuren wirken authentisch und nah, sodass man sich ihnen schnell verbunden fühlt.

Das Buch lädt dazu ein, langsamer zu lesen, innezuhalten und über das eigene Leben nachzudenken – eine stille, tiefgehende Lektüre, die lange nachhallt.