Modern, energieeffizient und vor allem funktional soll es werden: Mitte März wurde der erste Spatenstich für das neue Feuerwehrgerätehaus in Lenzinghausen gesetzt. Ende des Jahres soll mit dem Innenausbau begonnen werden. Der neue Standort an der Wertherstraße wird mit einer Fahrzeughalle von 380 Quadratmetern Fläche und einem 450 Quadratmeter großen Sozialtrakt – unter anderem für Umkleiden, Unterrichtsraum und Besprechungszimmer – großzügig bemessen und baugleich mit dem Gerätehaus Hücker-Aschen sein.
Großzügigere Halle
Die Fahrzeughalle wird höher, sodass es möglich sein wird, für Wartungsarbeiten auf die Einsatzwagen zu steigen. Neben vier Fahrzeugstellplätzen wird auch einer für das Notstromaggregat, das momentan aus Platzmangel auf dem Bauhof untergestellt ist, angelegt. Dadurch wird der Löscheinheit die Logistik künftig erleichtert. Zudem ist im hinteren Bereich der neuen Halle ein Durchfahrttor geplant, um das Aggregat in die Halle fahren zu können, ohne dabei rangieren und rückwärts fahren zu müssen.
Moderne Standards
„Wir freuen uns, dass wir jetzt einen Neubau bekommen und keinen Erweiterungsanbau an unser bestehendes Gerätehaus. Dadurch kann alles durchdacht und funktional gestaltet werden“, erzählt Löschzugführer Thilo Duffert.
Das aktuelle Gerätehaus an der Turnerstraße entspricht nicht mehr den modernen Standards. Vor allem die Umkleidesituation lässt stark zu wünschen übrig. „Unsere Spinte, in denen wir unsere Kleidung lagern und an denen wir uns umziehen, sind in der Fahrzeughalle hinter den Wagen aufgereiht. Das ist sowohl aus hygienischen Gründen als auch in Bezug auf Privatsphäre und Unfallgefahr schwierig“, beschreibt Duffert die aktuelle Situation.
Bessere Lage
Der neue Standort punktet auch durch seine unmittelbare Lage an der Hauptstraße. Das Gerätehaus direkt neben der Grundschule schränke nicht nur bei Veranstaltungen ein, bei Einsätzen zu Schulbeginn und -schluss sei die Verkehrssituation ungünstig, sagt der Löschzugführer. Um Begegnungsverkehr zu vermeiden werden Ein- und Ausfahrt zur neuen Halle voneinander separiert.
Der Baubeginn wurde feierlich gestaltet. In seinen Grußworten dankte Bürgermeister Bernd Dumcke Architekt und Planungsbüro für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und betonte, das Gebäude werde nach neuesten energetischen Standards gebaut und allen aktuellen Anforderungen des Arbeitsschutzes entsprechen.
Startschwierigkeiten
Die Bauarbeiten sind wegen der Baustelle an der Wertherstraße und dem strengen Winter mit einem Dreivierteljahr Verspätung gestartet. Die vorbereitenden Erdarbeiten waren durchaus aufwendig, denn eine Menge Boden musste abgetragen werden, um das Areal dem Straßenniveau anzupassen. Dies ist notwendig, um das Fahren mit Anhänger zu ermöglichen. Eine Stützmauer fängt nun den Höhenunterschied zu den angrenzenden Grundstücken ab.
Löschzugführer Duffert dankte der Stadtverwaltung und betonte: „Die Absprachen mit dem Rathaus und dem Architekten waren eng und wir wurden sehr gut in den Planungsprozess mit eingebunden.“