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Carmen Korn – ‚In den Scherben das Licht'

Im zerstörten Hamburg des Jahres 1946 verschlägt es verschiedene Menschen in ein teilweise zerstörtes Haus: Eine ehemalige Schauspielerin als Vermieterin, einen Waisenjungen und ein Flüchtlingsmädchen im Keller und schließlich einen schwulen Travestiekünstler. Hier leben sie zusammen, und trotz Hunger, Verlust und Unsicherheit versuchen sie, wieder ein normales Leben aufzubauen. Jede Person bringt ihre eigene Vergangenheit, ihre Sorgen und ihre Träume mit. Beim Lesen entsteht schnell das Gefühl, selbst Teil dieser Hausgemeinschaft zu sein. Carmen Korn beschreibt das Nachkriegs-Hamburg so anschaulich, dass man sich die zerstörten Straßen und die schwierigen Lebensbedingungen gut vorstellen kann. Gleichzeitig vermittelt der Roman immer wieder Hoffnung und Menschlichkeit.

Insgesamt ist In den Scherben das Licht ein bewegender und spannender Roman, der Geschichte und persönliche Schicksale auf besondere Weise verbindet. Das Buch eignet sich besonders für Leserinnen und Leser, die historische Romane mit starken Figuren und emotionaler Tiefe mögen.

Rowohlt Kindler, 2025

Dagmar List, Stadtbücherei Spenge