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Dorfabende unter freiem Himmel

Heimatverein Bardüttingdorf und die Koring-Brüder eröffnen im ‚Specht' die Biergartensaison

Der Kies ist gehakt, die Sitzgruppen sind arrangiert und von Staub und Spinnenweben befreit. Die Bedienfenster der Gastro-Bude sind geöffnet, im Inneren testet Matthias Koring gerade die Funktion des Spülboys.

Rund um die Gaststätte ‚Specht' in Bardüttingdorf herrschte Mitte Juni geschäftiges Treiben. Gemeinsam mit Mitgliedern des Heimatvereins Bardüttingdorf hat das Betreiberduo Matthias und Stefan Koring den Biergarten der Traditions-Gaststätte für die Saison flott gemacht.

Für Donnerstag, 18. Juni, hat der Heimatverein zum ersten Dorfabend unter freiem Himmel eingeladen – mit großem Erfolg und vielen gutlaunigen Gästen.

Ein Ort für alle

„Manchmal wundert es mich, dass wir diese Museumskneipe immer wieder so voll bekommen", sagt Sebastian Damisch während der Vorbereitungen zum Dorfabend.

Seit mittlerweile zehn Jahren betreiben die Koring-Brüder den ‚Specht', vermieten diese vermutlich älteste Kneipe im Spenger Stadtgebiet für Feierlichkeiten und geben seit zweieinhalb Jahren dem Heimatverein einen Ort, an dem das Dorfleben stattfinden kann, an dem sich Menschen begegnen, sich wohlfühlen, miteinander in Erinnerungen schwelgen und neue Erinnerungen schaffen.

Silke Peppmeier wischt den Kellerstaub von den Biergartenmöbeln. Sie freut sich auf den Dorfabend: „Einfach ganz besonders" findet sie den generationsübergreifenden Charakter der Dorfabende. „Junge Leute kommen im Trainingsanzug vom Fußball oder Handball, andere kommen im Schlabber-T-Shirt und Gartenclogs direkt vom Heckeschneiden", berichtet sie. Auch eine Senioren-Frühschwimmertruppe sei mit von der Partie.

Neben Getränken zu moderaten Preisen werden auch kleine Speisen angeboten. „Frikadellen oder ähnliches. Ein vegetarisches Gericht haben wir auch. Während der Biergartensaison gibt's immer Pommes und Bratwurst", erzählt Ralf ‚Wolle' Wollbrink, Vorsitzender des Heimatvereins. „Im Winter war der Stramme Max ein echtes Highlight", blickt Wolle, der selbst an der Pfanne schwitzte, schmunzelnd zurück. „Da haben wir 190 frische Eier verbrutzelt."

Vom Dorf, fürs Dorf

Das Helferteam setzt sich zusammen aus circa 30 Personen, von denen aber nur sechs oder sieben den harten Kern bilden.

„Schon ein bisschen stolz" sind die Macher auf ihre Dorfabende. Denn die geselligen Runden von 18:00 bis 22:00 Uhr haben noch einen Mehrwert: „Wir erwirtschaften Gewinne, die wir spenden, weil wir der Dorfgemeinschaft etwas zurückgeben möchten", erzählt Wolle. Der TuS BaWa, die Jugendfeuerwehr, Asyl Spenge und die evangelische Jugend gehören zu den bisherigen Spendenempfängern.

Kann es da überhaupt noch ein Argument gegen ein Bierchen beim Dorfabend geben? Der nächste findet am Donnerstag, 16. Juli, statt, je nach Verlauf der WM könnte er aber auch auf den 14. oder 15. verlegt werden. 20. August und 17. September sind die Folgetermine.