Für das obligatorische Gruppenbild braucht man fast schon ein Weitwinkelobjektiv, so viele Menschen sind dabei. Das Nachbarschaftsfest der Anwohner aus der Lenzinghauser Siedlung Blumenstraße/Mittelstraße/Am Schützenwäldchen, das mittlerweile zum dritten Mal im Schützenheim Lenzinghausen stattgefunden hat, erfreute sich abermals großer Beliebtheit bei allen Generationen.
Das Fest startete am Nachmittag mit einem gemütlichen Kaffeetrinken. Dank der tatkräftigen Unterstützung aus der Nachbarschaft konnte das siebenköpfige Organisationsteam viele selbstgebackene Kuchen servieren.
Am Abend wurde gegrillt und das Grillgut abermals ergänzt durch zahlreiche liebevoll selbstgemachte Salate und Beilagen, die die Anwohner dazu beigesteuert hatten.
„Wir freuen uns riesig über den Zuspruch seitens der Anwohnenden erfährt“, sagt Angelika Guder, die gemeinsam mit Helga Gräfe, Petra und Thorsten Kreft, Angelika Motel, Lars Pagel und Marion Stude die Organisation stemmt.
2024 kam die Idee zu einem Nachbarschaftsfest auf und wurde direkt in die Tat umgesetzt.
„Damals haben wir beschlossen, etwas für den Zusammenhalt in der Nachbarschaft tun zu wollen“, blickt Guder zurück. „Wir wollten Neuzugezogenen die Chance geben, uns alle kennenzulernen und umgekehrt. Ältere Nachbarn sollten einen Anlass bekommen, sich endlich mal wiederzusehen, ohne sich selbst um irgendetwas kümmern zu müssen.“ Auch diejenigen, die schon seit Jahren in der Siedlung wohnen und mit beiden Beinen fest im Leben stehen, freuen sich darüber, endlich einmal Zeit und Gelegenheit zu haben, mit den Nachbarn ins Klönen zu kommen, etwas miteinander zu teilen und gemeinsame Erinnerungen zu schaffen. „Mehr über einander zu erfahren, führt zu mehr Verständnis, Vertrauen, Akzeptanz und zu mehr Miteinander. Wenn ich weiß, wer was beruflich macht oder wer etwas gut kann, fällt es auch leichter, nach praktischer Unterstützung oder um einen Ratschlag zu fragen“, meint Guder und ergänzt grinsend: „Und falls mal Konflikte entstanden sein sollten, sind diese bei Bier und Bratwurst auch viel einfacher zu lösen.“
Eine gute und vertraute Nachbarschaft sei „einfach klasse“, meint das Orga-Team. Und mal ehrlich: Woher bekommt man an einem Sonntagmorgen denn sonst die fehlende Tasse voll Mehl für den Pfannkuchen, wenn nicht vom Nachbarn?
Dass dieser Zusammenhalt das ganze Jahr über hält, zeigt sich bei zwei weiteren schönen Aktionen im Ortsteil: Erfolgreich wurde ein Nachbarschafts-Stammtisch im Restaurant Terra Mia ins Leben gerufen. Zudem blickt die Gemeinschaft schon mit Vorfreude auf den 27. November. Dann ist ein Adventstreffen geplant, um das Jahr gemeinsam ausklingen zu lassen.
„Vielleicht“, hoffen die Aktiven, „können wir mit unserem Beispiel ja auch andere dafür begeistern, eine ähnliche Aktion in ihrer Nachbarschaft zu veranstalten.“