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Regina Denk – ‚Der Fährmann‘

1894: Getrennt durch den Fluss Salzach, wachsen vier Kinder in zwei Dörfern auf: Die Bauerntochter Elisabeth und die Wirtstochter Annemarie auf deutscher Seite, Bauernsohn Josef und Hannes, der Sohn des Fährmanns, in Österreich. Beide Mädchen lieben Hannes von Kindheit an. Doch als zukünftiger Fährmann darf er der Tradition gehorchend keine Familie gründen. Während Elisabeth von ihren Eltern an den gewalttätigen Hoferben Josef verheiratet wird, wird Annemarie von Josef immer wieder brutal vergewaltigt. Doch die Eltern verschließen die Augen vor dem Leiden ihrer Töchter, denn Frauen haben nur Pflichten, aber keine Rechte. Hannes versucht sein Bestes, zu helfen, doch schließlich kommt es zur Katastrophe ...

Es ist ein intensiver Roman, die Autorin schildert die harten Zeiten, ohne etwas zu beschönigen. Als Leser wird man tief in den Strudel der Geschehnisse hineingezogen, der einen erst am Ende wieder freigibt.

Droemer, 2026