Die BRH Rettungshundestaffel Ostwestfalen-Lippe e.V. wird am 19. Juli 2026 im Begleitprogramm der Sonderausstellung ab 13:30 Uhr in der Werburg zu Gast sein und ihr Können vorführen.
Die Sonderausstellung in der Scheune der Werburg ‚Hund – Eine Spurensuche' (bis 30. August 2026) thematisiert das jahrtausende alte Verhältnis des Menschen zu Hunden. Neben dem besten Freund des Menschen sind Hunde auch für spezielle Aufgaben erzogen und trainiert worden. Hütehunde bewachen Schafherden, Polizeihunde unterstützen die Arbeit der Polizei bei der Bekämpfung von Kriminalität und Rettungshunde helfen vermisste oder verschüttete Personen zu finden.
Als Rettungshund wird ein speziell ausgebildeter Haushund bezeichnet, der eine Rettungshundeprüfung erfolgreich absolviert hat. Diese Prüfung setzt in der Regel eine ebenfalls erfolgreich abgeschlossene Begleithundeprüfung voraus. Ein Rettungshund arbeitet immer mit seinem Hundeführer zusammen im Team.
Rettungshunde können Vermisste in unwegsamen und unübersichtlichen Geländen, eingestürzten Gebäuden und unter Trümmern zuverlässig und schnell orten. Sie helfen damit den Bergungs- und Rettungskräften Leben zu retten.
Die BRH Rettungshundestaffel Ostwestfalen-Lippe e.V. besteht seit 1994 und ist eine von über 90 Staffeln im Bundesverband Rettungshunde. Zurzeit arbeiten hier ehrenamtlich 24 Mensch-Hund-Teams. Geübt wird zwei Mal in der Woche in unterschiedlichen Waldgebieten oder in alten Industriebaracken bzw. Abbruchhäusern. Das Alter der Hunde ist so unterschiedlich, wie die Rassen: Vom Welpen in Ausbildung bis zum Rettungshund in Rente ist alles dabei.
Einsätze finden meistens in der Fläche statt, wenn einzelne Personen vermisst werden. Aber auch auf die Suche nach Verschütteten, wie vor einiger Zeit bei einer Gasexplosion, die ein Hotel in Verl zerstörte, ist die Rettungshundestaffel vorbereitet.
Die Rettungshundestaffel ist bei jedem Wetter im Einsatz. Die 2- und 4-beinigen Teamkollegen stört weder Dauerregen, Schnee- oder Hagelschauer, denn gerade in der kalten Jahreszeit zählt im Einsatzfall jede Minute, da die Überlebenschance einer vermissten Person im Freien schneller sinkt, je kälter es ist. Gearbeitet wird in Waldflächen, aber auch die Suche verschütteter Menschen aus eingestürzten Gebäuden muss regelmäßig und bei jedem Wetter geübt werden. Selbst im Hochsommer, bei heißen Temperaturen, arbeiten sich die Teams durch kalte Kellerschächte oder ruinenhafte Industriebaracken.