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Richtfest an der Werther Straße

Löschzug Lenzinghausen feiert Meilenstein

Wer regelmäßig an der Werther Straße vorbeikommt, kennt den neuen Gerätehaus des Löschzugs Lenzinghausen beim Wachsen zusehen. Im Frühjahr 2027 soll das Gebäude mit der 380 Quadratmeter großen Fahrzeughalle fertig sein. Das Richtfest wurde am 20. August mit Vertretern aus Politik, Verwaltung und den Mitgliedern des Löschzuges Lenzinghausen gefeiert.

Langer Weg

Bis die Bauarbeiten überhaupt starten konnten, sei es „ziemlich langer Weg gewesen", blickte Bürgermeister Bernd Dumcke in seinem Grußwort zurück. 2022 seien die Planungen aufgenommen worden. Nachdem eine Förderung durch Landesmittel nicht zustande gekommen war, hatten Rat und Verwaltung beschlossen, die kalkulierten Kosten in Höhe von zwei Millionen Euro selbst zu stemmen.

Statt das bestehende Gerätehaus an der Turnerstraße aufwendig umzubauen, fiel die Entscheidung zugunsten eines kompletten Neubaus an der Werther Straße. Der Grund dafür lag unter anderem im zunehmenden Platzmangel. Spenges Feuerwehrchef Thomas Reschke begründete diesen vor allem mit dem stetig gewachsenen Umfang der Aufgaben des Löschzuges, die auch raumfordernd seien. Der Neubau sei „eine gute Entscheidung mit Blick auf die kommenden Jahre".

Modern und zweckmäßig

In dem zweigeschossigen Gebäude entstehen auf circa 450 Quadratmetern Werkstatt-, Technik- und Lagerräume, ein Seminarraum, ein Büro sowie Umkleide- und Sanitärräume.

Die rund 380 Quadratmeter große Fahrzeughalle verfügt über sechs Tore und Platz für fünf Fahrzeuge und einen Anhänger. Besonderheit: Ein Tor dient als Durchfahrt, um das Rangieren des Lkw mit dem Notstromaggregat-Anhänger, der in Lenzinghausen stationiert ist, zu minimieren. Das Gerätehaus verfügt zudem über eine eigene Zu- und Abfahrt, damit ausreichend Raum für ankommende und wegfahrende Fahrzeuge gegeben ist.

Löschzugführer Thilo Duffert betonte, das Richtfest sei ein ‚besonderer Meilenstein' für den Lenzinghauser Löschzug. Er danke dem Stadtrat dafür, das Projekt unterstützt zu haben, und freue sich, dass die Einheit so eng in die Entscheidungsprozesse und Planungen einbezogen worden sei.

Alles im Lot

Weil das Ausloten des Richtschmucks – in diesem Fall ein bekränzter Ast, der am Giebel des Dachstuhls zu befestigen war – traditionell zu einem Richtfest dazugehört, wurde dieser Programmpunkt mit äußerster Sorgfalt, einer gehörigen Portion Schabernack und dem einen oder anderen Schluck Zielwassers vorgenommen.

Der stellvertretende Löschzugführer Daniel Meyer und Architekt Stefan Bäunker erledigten diese Aufgabe zur allgemeinen Zufriedenheit, sodass Zimmermann Gerd Kienker anschließend den Segen seiner Zunft für das neue Feuerwehrgerätehaus aussprechen konnte.

Daniela Dembert

Im Herbst wird bei der Feuerwehr Lenzinghausen abermals gefeiert. Am Samstag, 10. Oktober, lädt der Löschzug anlässlich seines 120-jährigen Bestehens ab 11:00 Uhr zu einem Tag der offenen Tür in die Turnerstraße ein.