Am 23. Januar wurde Dr. Matthias Kramer als Einrichtungsleiter des St. Martins-Stiftes in einem Gottesdienst mit anschließender Feierstunde von zahlreichen Gästen in den verdienten Ruhestand verabschiedet.
Kramer habe das St. Martins-Stift seit 2009 mit großem Engagement und Weitblick geleitet, viele Projekte erfolgreich umgesetzt und das Konzept der Einrichtung kontinuierlich weiterentwickelt, reflektierte Dr. Edda Weise, Vorstandsmitglied der Diakonie Herford, und lobte den scheidenden Einrichtungsleiter als einen verlässlichen Ansprechpartner mit Einsatz, Ideen und Menschlichkeit. Zur Würdigung seiner Verdienste hatten Weise und ihr Vorstandskollege Andreas Muci etwas Außergewöhnliches im Gepäck: Sie verliehen dem überraschten Matthias Kramer das Goldene Kronenkreuz der Diakonie.
Während des anschließenden Empfangs im Gemeindehaus riss die Reihe derer, die sich mit persönlichen Worten bei Kramer verabschiedeten und ihm dankten, nicht ab. Viele gemeinsame Erinnerungen wurden ausgetauscht und auf große Meilensteine ebenso wie auf kleine, zwischenmenschliche Erlebnisse zurückgeblickt.
Bürgermeister Bernd Dumcke betonte, die Verabschiedung falle ihm nach 16 Jahren der vertrauensvollen Zusammenarbeit schwer. Ähnlich geht es Wolfgang Günther vom Presbyterium. Er hob die enge Zusammenarbeit zwischen Kirchengemeinde und Martins-Stift hervor. Kramer habe „die Einrichtung geprägt und seine Spuren hinterlassen“. Dirk-Walter Frommholz hatte ein besonderes Abschiedsgeschenk für Matthias Kramer: die Kopie eines Gemäldes von August Wehrenbrecht sowie mit Spenger Motiven geprägte Münzen.
Humoriges wusste Alexander Rettberg, Vorsitzender des Fördervereins des St. Martins-Stifts, über den Arbeitsalltag in der Einrichtung zu berichten. Er verlas einen Text, den die wegen Krankheit nicht anwesende Linda Siekmann als Vertreterin der Mitarbeiterschaft verfasst hatte. In ihrer Rede offenbarte Siekmann zum Amüsement der Gäste Kramers Naschsucht und seine Vorliebe für Wollsocken, egal in welchen Schuhmodellen. Das stets offene Ohr und der herzliche Führungsstil werde den Mitarbeitenden fehlen. „Wir werden Sie sehr vermissen.“
Einen emotionalen Moment bescherte Harald Kießlich dem Geehrten und dessen Gästen. Der langjährige Hausmusiker des Martins-Stifts widmete Kramer eine Interpretation von Reinhard Meys „Welch ein Geschenk ist ein Lied“.
Der Abschied falle ihm schwer, gestand ein sichtlich gerührter Matthias Kramer. Er blicke auf eine sehr schöne Zeit mit allen Mitarbeitenden und Unterstützern zurück.
Das glaubt ihm Kramers Nachfolgerin Christine Padberg nur zu gern. Sie selbst habe sich im Martins-Stift vom ersten Moment an wohlgefühlt. Besonders begeistert zeigt sich die Bielefelderin vom Geist, der im St. Martins-Stift herrscht. Sie sei mit viel Wärme empfangen worden, freue sich auf die Zusammenarbeit mit dem Team und möchte Dr. Matthias Kramers Wirken fortführen.