‚Feldwege zum Coming-out‘ lautet der Titel der Ausstellung, die am Mittwoch, 17. Juni, um 17:00 Uhr im Kultur- und Jugendzentrum Charlottenburg eröffnet wird.
Auf 14 Roll-ups werden die Lebensgeschichten von zwölf queeren Personen aus dem ländlichen Raum portraitiert. Lesbische, schwule, bisexuelle und trans* Menschen ganz unterschiedlichen Alters erzählen von ihren Coming-outs, ihren Befürchtungen und Hoffnungen, ihren Erfahrungen und Wünschen. Via Scan eines QR-Codes auf jedem Roll-up ist es möglich, den mit den Portraitierten geführten Interviews zu lauschen. Hinter jeder interviewten Person steckt eine ganz eigene Geschichte, die von Angst und Einsamkeit aber auch von Mut, Zuversicht und einem Gefühl der Befreiung und Erfüllung erzählt.
Konzipiert wurde die Ausstellung von der Landesfachstelle ‚blick‘ für ‚LSBTIAQ-Strukturen im ländlichen Raum‘, die sie durch das Land reisen lässt, um über die Lebensrealität von queeren Menschen aufzuklären, Sichtbarkeit herzustellen und Vorurteile abzubauen.
Queere Menschen haben es oft schwer im ländlichen Raum: Es fehlen die Strukturen, um Gleichgesinnte zu finden und Kontakte aufzubauen. Viele fühlen sich einsam und in der Minderheit, häufig zieht es sie in die Großstadt, sobald sich die Gelegenheit bietet.
Nach einer kleinen Einführung in Konzept und Thema besteht für Besucher die Gelegenheit, sich die Roll-ups und die dazugehörigen Geschichten anzusehen bzw. anzuhören.
Bis zum 30. Juni kann die Ausstellung jeweils zu den Öffnungszeiten der Charlottenburg besucht werden.
Daniela Dembert