Nach sechzehn Jahren war die Schachgemeinschaft Hücker-Aschen wieder einmal Gastgeber der Blitz-Meisterschaften des Schachverbands Ostwestfalen-Lippe. Unter dem Motto ‚Zwei an einem Tag‘ wurden im Vereinszentrum an der Bergstraße zunächst der Mannschafts- und anschließend der Einzelwettbewerb durchgeführt.
Nur 3 Minuten pro Partie
Während im analogen Zeitalter jeder Spieler exakt fünf Minuten Zeit für eine komplette Schachpartie hatte, messen digitale Uhren den Zeitverbrauch heutzutage enorm genau – mit der Änderung, dass jedem Spielpartner jetzt nur noch drei Minuten zur Verfügung stehen. Aber für jeden ausgeführten Schachzug und das Betätigen der Schachuhr gibt es wieder zwei Sekunden dazu. Das sogenannte ‚Inkrement‘. Beide Wettbewerbe sind Qualifikationsturniere für die Meisterschaften von Nordrhein-Westfalen.
Maurin Möller holt Team- und Einzel-Pokal
Maurin Möller vom SK Blauer Springer Paderborn gelang das Kunststück, das Veranstaltungsmotto für sich zu reklamieren. Denn er gewann vormittags mit seinem Team den Titel und holte sich am Nachmittag auch den Einzelpokal. Das Team der Paderborner Blauen Springer blieb in den neun Runden ohne Niederlage. Ausgerechnet gegen die Vertretung der gastgebenden SG Hücker-Aschen ließen sie das einzige Remis zu. Platz zwei holte sich die SG Bünde und der dritte Platz ging an den Heeper SK. Alle drei sind damit für die NRW-Ebene qualifiziert.
In der Einzelmeisterschaft kam nach dreizehn Runden im ‚Schweizer System‘ Maurin Möllers Vereinskollege Nils Schlangenotto auf Rang zwei und die Bronzemedaille ging an Jonas Freiberger vom SK Werther. Der hatte den punktgleichen Pascal Brunke (SG Bünde) in zwei Stichkämpfen mittels ‚sudden death‘ bezwungen. Auch hier haben sich die drei genannten für die NRW-Meisterschaft qualifiziert.
Boris Bruhn nimmt die Siegerehrung vor
Die Turnierleitung lag in den Händen von Malte Brinkmann (SG Hücker-Aschen) und Christian Jackl (KS Herford). Die Siegerehrung nahm ein prominenter Gast vor. Boris Bruhn (Hamburg), renommierter Funktionär im Deutschen Schach und derzeit Mitglied der Social Commission der FIDE (Weltschachbund), fand lobende Worte für Sieger, Beteiligte und Gastgeber.